Der Fall Riccabona

20.11.2017

Eine Familiengeschichte zwischen Akzeptanz und Bedrohung im 20. Jahrhundert - Wir freuen uns, das bei Böhlau erschienene Buch über die Geschichte der bürgerlichen Familien Riccabona und Perlhefter im Feldkirch des 20. Jahrhunderts vorzustellen. Die Familiengeschichte behandelt mehrere Erzählstränge. Einer davon widmet sich der Geschichte zweier Geschwister, die ab 1938 als Juden verfolgt wurden. Ein weiterer handelt von einem jungen Mann, der ohne Gerichtsurteil für Jahre inhaftiert wurde, zuletzt im Konzentrationslager Dachau.

Der mit Abbildungen von historischen Dokumenten, zeitgenössischen Fotos und Darstellungen von Kunstwerken großzügig ausgestattete Band untersucht multiperspektivisch in 18 Beiträgen die Familienverhältnisse, die berufliche Tätigkeit und das soziale und politische Engagement der Familien, die durch den Nationalsozialismus aufs Äußerste bedroht waren. Nur mit Glück und auch durch die Hilfe von Freunden überlebten die Riccabonas und Perlhefters. Der Band enthält auch die erste geschichtswissenschaftliche Publikation zur Familie Palmers und ihrer Firma.

Zeit und Ort:
Juridicum, Schottenbastei 10–16, 1010 Wien, Dachgeschoß
Montag, 20. November 2017, 18.30 Uhr / Eintritt frei

Begrüßung:
Univ.Prof. Dr. Ilse Reiter-Zatloukal, Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte

Es sprechen:
Mag. Nikolaus Hagen, Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck
Dr. Peter Melichar, vorarlberg museum