Am 5. April 2016 findet aus Anlass des 80. Geburtstages von em. Univ.Prof. Dr. Dr. h.c. Herbert Hausmaninger ein eintägiges, international besetztes wissenschaftliches Symposion statt.
Herbert Hausmaninger gehörte der Wiener Rechtswissenschaftlichen Fakultät von 1960 bis 2004 an (Extraordinarius 1965, Ordinarius 1968) und bekleidete hier auch verschiedene akademische Funktionen (Dekan 1974/75). Daneben forschte und unterrichtete er unter anderem regelmäßig in Paris, Moskau und an mehreren US-amerikanischen Universitäten und Colleges.
Unter den zahlreichen Interessensgebieten, die im wissenschaftlichen Werk von Herbert Hausmaninger ihren Niederschlag gefunden haben, nimmt die Entwicklung des Schadenersatzrechts eine besondere Position ein: Er verfasste eine maßgebende Monographie zu den römischen Grundlagen des modernen Haftungsrechts (Das Schadenersatzrecht der lex Aquilia, Wien 1976; 5. Aufl. 1996). Daneben untersuchte er in zahlreichen Studien schadenersatzrechtliche Problemstellungen vom klassischen römischen Recht bis zu den modernen europäschen Rechten.
Von diesen Forschungsinteressen inspiriert umspannen die Beiträge zum Symposion einen weiten zeitlichen und thematischen Bogen, der von der Betrachtung der Einbettung der lex Aqulia in ihr hellenistisches Umfeld des 3. Jh. v.Chr. (Philipp Scheibelreiter) über das klassische römische Recht (Thomas Finkenauer) und dessen Rezeption (Nils Jansen) bis zu aktuellen Problemstellungen (Helmut Koziol) reicht und auch die Entwicklungen im Common Law (David Ibbetson) in die Betrachtung integriert. Den allen Vorträgen zugrundeliegenden und sie verbindenden Fokus bildet die zu allen Zeiten aktuelle Frage nach dem Spannungsverhältnis von Ausgleichs- und Straffunktion bei der deliktischen Haftung.
Kontakt bzw. weitere Informationen: richard.gamauf@unvie.ac.at
Ausgleich oder Buße als Grundproblem des Schadenersatzrechts von der lex Aquilia bis zur Gegenwart
05.04.2016
